Campen in Keya

S1650057(Das Foto habe ich woanders geschossen. In Keya gabs aber auch Meer!)

 

Meinen zweiten Campingplatz hatte ich in Keya in der Präfektur Fukuoka. Mann, ist das lange her! Ungefähr zwei Monate glaube ich. Wie schnell doch die Zeit vergeht!

Eigentlich habe ich mir Keya gar nicht ausgesucht weil es dort einen Campingplatz gibt. Ich wusste nur dass dort ein ein Strand sein soll, denn das hatte ich vorher im Internet gegoogelt.

Die Ecke lässt sich recht gut erreichen: man fährt mit dem Zug nach habvergessenwohin, steigt in den Bus und an der Endhaltestelle namens Keya ist man direkt am Strand. In der Nähe vom Strand gibt es keine Supermärkte oder Kombinis, aber man findet unterwegs auf der Busfahrt welche. Ich war nur 3 Nächte dort, aber wenn ich länger geblieben wäre, hätte ich mir dort etwas zu essen gekauft.

Als ich am Strand ankam ließ ich mich gleich in einer der Strandhütten nieder. Was ich nicht wusste: Die Benutzung der Hütten kostet Geld, der Preis für den Tagestarif (8-18 Uhr, wenn ich mich recht entsinne) liegt bei 2000 Yen, also 16€. Ich hatte mich kaum hingesetzt, da fragte man mich schon ob ich bleiben wolle. Nein, wollte ich nicht. Ich wollte nur zelten. Daraufhin brachte der nette Herr mich mit seinem Wagen zum Campingplatz und fuhr sogar kurz zurück, weil ich meine Schuhe an der Hütte vergessen hatte. Hach, die Leute hier sind so lieb 🙂

Als ich in Keya war, hatte ich noch nicht so viel Erfahrung mit dem Zeltaufbau. Die zwei Herren, die den Platz leiten, haben mir gottseidank dabei geholfen! Ich war auch nicht die einzige, die Hilfe brauchte.

…jetzt beim Schreiben fällt mir auf, dass ich durch den Verlust meiner Kamera keine Bilder aus Keya habe 😦
Also: der Platz lag im Wald gleich hinter dem Strand. Natürlich lag der Wald auf einem Hügel, weswegen man reichlich Treppenstufen laufen musste. Wer ein Auto hatte, konnte auch hochfahren! Die Parzellen bestehen aus Holzplatten auf denen das Zelt aufgebaut wird. Ich hatte gleich die zweite Parzelle, also sind mir die meisten Treppenstufen erspart geblieben.

Am ersten Abend lud mich die Familie von nebenan zum Essen ein. Das geht hier recht schnell: „Hi! Ich bin der sowieso. Bleib doch zum Essen da!“. So läuft das! 🙂

Wie gesagt, der Platz war im Wald. Was gibt es im Wald? Insekten! Und zwar in Massen! Kaum hatten wir uns hingesetzt, konnten wir uns vor Ameisen nicht mehr retten! Es war der Wahnsinn, sag ich euch! Ans Curry sind sie nicht rangegangen, aber die Bratnudeln mochten sie unglaublich gerne. Am Ende waren bestimmt zwanzig oder sogar noch mehr von ihnen auf meinem Teller! Ich hab mich mit dem Essen beeilt 😉

Der Strand war recht gut besucht, ohne überfüllt zu sein. Es gab mehrere Hütten und in der näheren Umgebung einige Restaurants.

Wie ich später herausgefunden habe, funktioniert das Hüttensystem ungefähr so: Wer tagsüber bleiben will, zahlt einen Betrag von 2000¥. Der gilt von morgens 8 Uhr bis abends 20 Uhr. Alternativ kauft man sich dort etwas zu essen. Man auch übernachten: das kostet dann 2500¥. Ich hab mir nach zwei Nächten eine Nacht Strandhütte gegönnt 🙂
In der ersten Nacht gab es nämlich Regen, nachdem mein Zelt eine einzige Pfütze war. Die Hütten sind ja überdacht, da passiert sowas nicht! Und außerdem hab ich noch nie in einer Strandhütte geschlafen.
Ausgelegt sind diese übrigens mit Tatamimatten. Das heißt: Auch vor dem Betreten einer Strandhütte werden die Schuhe ausgezogen! Zum Schlafen bekam ich zwei dünne Decken, ein Kissen – und ein Moskitonetz. Gott sei Dank!
Es war echt cool (und ich war die einzige Person dort in jener Nacht), nur die Mucke, die um drei Uhr morgens anging, hätte nicht sein müssen.

Die Gegend in der ich war nennt sich Genkai Quasi Nationalpark. Wahrscheinlich ist das der Grund für das ungewöhnlich klare Wasser. Ich konnte etwa 2-2,5m tief sehen! So klar ist das Wasser hier sonst nicht. Es gibt leider Quallen in der Gegend, das ist das einzige Makel.

Insgesamt hat es mir hier echt gut gefallen. Das Wasser ist klar, die Menschen nett (die Herren vom Campingplatz haben mir an einem Tag einen Kessel mit Heisswasser mitgegeben, damit ich mir was zu essen machen konnte) und der Strand durch Bahn- und Busfahrt gut erreichbar.

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Nagasaki

Anfang September bin ich nach Nagasaki gereist und habe mir die Stadt angesehen. Dann war ich für drei Wochen auf einem Hof um bei der Feldarbeit zu helfen. Da ich beim ersten Besuch in Nagsaki nicht alles machen konnte was ich wollte, bin ich für ein paar Tage zurückgekehrt. Mittlerweile bin ich allerdings in Aso.

 

Bevor ich mit dem eigentlichen Teil starte, zeige ich euch ein paar Fotos, die sonst nirgendwo reinpassen:

 

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Das Gebäude mit dem orangenen Wimpeln war meine Unterkunft.

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Links der Bahnhof. Man hat von oben eine nette Aussicht, aber immer oben herlaufen zu müssen nervt tierisch, denn man war mit den Aufzügen recht sparsam.

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Etwas heruntergekommen.

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Die Bäckerei die dieses Totoro-Brötchen herstellt nennt sich Pan No Ie, auf Deutsch Haus des Brotes. Ihr findet sie nur eine Straße von der Spectacels Bridge entfernt.

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Die machen mit beim Nagasaki Kunchi genannten Festival. Es hat an meinem Abreisetag begonnen, daher konnte ich kaum etwas sehen.

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Am Bahnhof. War voll.

 

Einleitung vorbei? Super!
Zeit, aufzuschreiben was ich alles erlebt habe!

 

 

1) Dejima
Früher war Dejima nicht nur eine Insel im Meer, sondern die Insel, auf der Ausländer während Japans Abschottung leben mussten bzw. durften. Heute ist es allerdings keine Insel mehr, denn es ist komplett von Land umgeben. Es wirkt wie eine Art Freiluftmuseum.

Dejima gehört definitiv zu den Highlights von Nagasaki!

 

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Ganz in der Nähe von Dejima liegt dieses kleine Café. Es ist wunderbar!

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Und das ist die Straße in der es liegt.

 

2) Atombombenmuseum
Auch das Atombombenmuseum sollte man sich ansehen, wenn auch aus eher traurigen Gründen 😦 In der Nähe gibt es noch den Friedenspark sowie eine Gedenkstätte.

 

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3) Chinatown
In Chinatown war ich mehrmals, denn es lag in der Nähe meiner Unterkunft, also hat es sich gut für Spaziergänge angeboten.

 

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4) Aussichtsplattform auf dem Berg Inasayama
Der Begriff bietet eine grandiose Aussicht auf Nagasaki! Besonders schön ist es im Dunkeln. Ich bin mit der Seilbahn hochgefahren. Man kann wohl auch hochlaufen bzw. mit dem PKW hochfahren. Ich weiss aber nicht ob Fußgänger denselben Weg nehmen müssen wie Autos. Wenn ja, weiss ich nicht ob ich dahin laufen würde, denn Bergstraßen haben keine Bürgersteige, und man kann schlecht zur Seite ausweichen… Ist jetzt auch egal.

 

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5) Glover Garden
Glover Garden ist eine wunderschöne Gartenanlage, in der früher Europäer gelebt haben. Daher gibt es hier viele schicke europäisch anmutende Villen. Die Aussicht ist toll!

 

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6) Tempel
In Nagasaki gibt es eine Gegend, in der unheimlich viele Tempel sind. Zwei davon habe ich mir angesehen, denn durch den internationalen Einfluss ist die Architektur etwas anders als sonst.

 

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7) Ausflug zum Strand von Takahama
In der Nähe der Innenstadt gibt es zwar einen hübschen Park, aber keinen Strand. Also hab ich mich in den Bus gesetzt und bin in ca. 50min nach Takahama gefahren. Am Strand gibt es ein Cafe mit ganz hervorragender Küche! Ich kann den Pfannkuchen sehr empfehlen – er hat zwar mit Pfannkuchen nix zu tun, war aber köstlich! Von dort aus hat man Blick auf Gunkanjima.

 

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8) Gunkanjima
Gunkanjima, auf Deutsch Schlachtschiff-Insel, ist eine verlassene Insel vor der Küste Nagasakis. Man kann sie nur im Rahmen einer geführten Tour besichtigen.

 

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9) Der Vulkan Unzen
Einige Kilometer außerhalb liegt der Vulkan Unzen. Ich habe ihn als Tagesausflug von der Farmarbeit aus gemacht. Ich glaube er bekommt einen eigenen Bericht.

 

10) Obama Onsen
Obama ist ein kleiner Ort an der Küste gleich neben dem Unzen.
Ich habe auf Durchreise nach Kumamoto hier angehalten, weil es hier das Hot Foot 105, also das längste Fußbad Japans gibt. Ja ich weiss, komischer Rekord, aber grade deswegen ist es doch lustig und für heiße Quellen bin ich doch immer zu haben 😉 Hier gibt es natürlich auch Badequellen. Ich war in einem ganz kleinem mit Meerblick. Es bestand aus nichts anderem als dem Vorraum und dem Becken. Nicht einmal Personal gab es dort. Männer und Frauen baden wie üblich getrennt.

 

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Außerdem war ich beim Friseur. Das ging recht unkompliziert und man braucht viel weniger Japanisch als gedacht 🙂 Einfach mit den Fingern zeigen wieviel ab darf. Das reicht!

Insgesamt hat mir die Stadt hervorragend gefallen! Weil sie so International geprägt ist, unterscheidet sie sich stark von anderen Städten in Japan. Das merkt man nicht nur in der Architektur der Tempel und der hohen Anzahl von Sehenswürdigkeiten auf engem Raum, sondern auch an der lokalen Küche. Das bekannteste Gericht ist eine Nudelsuppe namens Champon. Außerdem gibt es hier recht viele Bäckereien und Cafés. Wenn ihr eine Stunde lang in Nagasaki rumlauft findet ihr mehr Cafés als in einer Woche Tokyo. Ich schwöre!
Man kann hier recht gut zu Fuß rumlauft. Wenn euch doch Mal eine Strecke zu weit ist, nehmt einfach die Straßenbahn für 120¥ pro Fahrt.

Feldarbeit in der Präfektur Nagasaki

Schon vor meiner Reise hatte ich beschlossen, über die Internetseite Wwoof Arbeit auf japanischen Feldern und Höfen zu suchen. Das ist nämlich einfacher als eine normale Arbeitsstelle zu finden und man muss sich keine Wohnung suchen. Deren Bezahlung entfällt auch! Das war der wichtigste Punkt für mich, denn ich manch einer Gegend sind die Mieten mittlerweile jenseits von Gut und Böse.

Dafür meldet dort an und bezahlt eine Jahresgebühr von weissnichwieviel Euros. Wenn man die Anmeldung abgeschickt hat, kann man sich die Liste von Hosts ansehen – das sind die Leute die den Hof führen und quasi deine Arbeitgeber sind. Diese Liste ist nach Region aufgeteilt – aber Achtung, man kann mit einer Wwoof Japan Mitgliedschaft nicht für andere Länder suchen! Da muss man sich neu anmelden! Die besten Infos findet ihr aber auf der Homepage.

Jetzt aber zu mir: Anfang September war ich in Nagasaki und hatte beschlossen mir eine Stelle zu suchen, um etwas Pause von der Rumreiserei zu machen.
Immerhin war ich schon 1,5 Monate unterwegs und davon längstens 2 Wochen an einem Ort!
Also schrieb ich einen Host und hoffte auf Zusage. Die bekam ich dann auch – am Tag der Abreise, sodass ich nicht wusste ob ich nicht doch wieder ins Hostel zurück müsste.
Tipp an alle: fragt nicht erst drei Tage vorher an 😉

Wir hatten uns für abends halb sieben (oder doch halb acht?) am Bahnhof Takematsu verabredet. Das ist die nächste Bahnstation vom Hof meiner Arbeitgeber. Tagsüber wollte ich mir Gunkanjima ansehen, die Schlachtschiff-Insel im Meer vor Nagasaki, aber die Tour fiel aus weil das Wetter zu schlecht war. Das ist auch der Grund warum ich mich beim Schreiben dieses Beitrags im Zug zurück nach Nagasaki befinde: ich wollte sie unbedingt nachholen! Sonst wäre ich direkt nach Kumamoto weitergereist.

Der Hof wird von einem furchtbar lieben Pärchen Mitte 60 geführt. Keine Ahnung ob sie jemals eine andere Arbeit hatten – Hosts sind sie schon seit über zehn Jahren. Dementsprechend viele Postkarten, Briefe und die Wand geschriebene Nachrichten haben sich angesammelt 🙂 Beide sprechen kein Englisch, aber mittlerweile kann ich einigermaßen Japanisch und die beiden sind es schon gewohnt, sich etwas einfacher auszudrücken. Tatsächlich habe ich sie viel besser verstanden, wenn sie mit mir geredet haben und nicht mit anderen 😉
Den örtlichen Dialekt kann ich nämlich nicht! Jedenfalls nicht wirklich und ich habe es auch nicht probiert.
Im Hostel hängt ein Infozettel aus: Nagasaki-Dialekt vs. normales Japanisch. Ich hab’s nicht auswendig gelernt…

Angebaut werden folgende Gemüsesorten: Tomaten, Gurken, zwei verschiedene Kohlsorten und Reis. Ich hatte gehofft, es wären exotischere Sachen dabei. Naja, was soll’s.

Gurken und Tomaten werden im Gewächshaus gezogen.
Der Kohl wächst ganz normal auf dem Feld. Einmal habe ich mitgeholfen die Setzlinge zu pflanzen – das war tatsächlich das einzige Mal, an dem ich auf dem Feld gestanden habe.

Die Gurken werden jeden Tag auf den Hof gebracht und dort (natürlich in Plastik!) verpackt. Dann fahren beide oder auch nur einer los und bringen sie zu verschiedenen Supermärkten. Ein- oder zweimal haben sie mich mitgenommen, aber es gibt nicht viel was ich dort tun kann, denn die meiste Zeit sitzt man ja im Wagen.

Manchmal fahren sie dafür bis nach Nagasaki – wohnen tun sie in einem Ort namens Omura. Das bedeutet soviel wie „großes Dorf“. Ein sehr zutreffender Name wie ich finde 🙂

Mit Tomaten hatte ich gar nichts zu tun. Dafür war einfach die falsche Jahreszeit. Das gleiche gilt für den Reis – im Oktober wird dieser geerntet und bis dahin wird scheinbar gar nichts getan.

In der letzten Woche wurde ein neues Gewächshaus aufgebaut. Als ich ankam standen die Stangen bereits, aber es fehlten Dach und Wände. Damit diese aufgezogen werden konnten, mussten einige Vorbereitungen getroffen werden. Meine Aufgabe war einfach: ich sollte Schnüre befestigen. Das komplizierteste daran war der Knoten – und das Nichtrunterfallen, denn ich stand ja auf den Stangen, die das Dach bildeten.

Um das Dach aufzuziehen sind extra Freunde und Bekannte vorbeigekommen. Gemeinsam haben wir die riesige Plane befestigt und anschließend eine große Teepause eingelegt. Schließlich ist dafür sogar das Frühstück ausgefallen!

In den nächsten Tagen ging die Arbeit weiter: die Bewässerungsschläuche wurden ausgerollt, genauso wie die Plane, die auf der Erde aufliegt. Das war einfach genug für mich 😉

Als endlich alles soweit war, konnten die Tomaten eingepflanzt werden.
Da waren wir dann zu viert, denn meine Hosts nehmen neben Woofern auch Landwirtschaftsstudenten auf. Ich weiss nicht wie viele es sonst sind, aber diesmal war es nur einer.

Der Hof des Pärchens hat neben dem Haupthaus auch eine umgebaute Scheune, die als Garage für drei (!) Autos dient, eine Küche und drei weitere Räume hat und natürlich trotzdem genug Platz zum Arbeiten bietet. In einem der Räume waren die beiden Chihuahuas und die Katze untergebracht. Ein weiteres Zimmer dient als Karaoke-Raum und das letzte, das war meins 🙂 Als der Student kam, bin ich allerdings in den Karaoke-Raum umgezogen. Die Couch war schön weich, ich kann nicht klagen!

Okay, jetzt wisst was ich gemacht habe und wie ich ungefähr gewohnt habe. Fehlt noch mein Tagesablauf:

Etwa morgens um halb Acht bin ich aufgestanden und mit den Tieren Gassi gegangen. Um Acht gab es dann Frühstück. Anschließend habe ich den Abwasch gemacht und die Wäsche aufgehängt. JEDEN gottverdammten Tag! Mal ehrlich, warum wäscht man nicht nur alle zwei Tage oder so?
…dann ging es an die Feldarbeit. Übrigens habe ich neben der eben genannten Arbeit auch sehr viel Unkraut gejätet… Zwischendurch gab es eine kleine Teepause.

Um 12 gab es Mittagsessen, gefolgt von einer Pause. Um zwei oder halb drei ging es dann weiter mit der Arbeit. Etwa um 6 habe ich aufgehört und bin nochmals Gassi gegangen. Etwas später war das Abendessen fertig. Manchmal habe ich beim Kochen mitgeholfen und zweimal hab ich auch selbst gekocht. Es hat geschmeckt 🙂 Den größten Teil der Kocharbeit hat aber meine Hostmama übernommen.

Natürlich wird hier jeden Tag geduscht. Man wird halt dreckiger als im Büro! Allerdings ist tägliches Duschen/Baden ja auch typisch japanisch.

Einmal habe ich einen Tagesausflug zum Vulkan Unzen gemacht. Da kommt demnächst noch ein Bericht drüber. Ich habe mir die sog. genannten Höllenquellen und die Spitze des Berges, ich glaube er heißt Heisei-Shinzan, angesehen. Dann habe ich noch eine heisse Quelle besucht.

Ich glaube, das war alles. Es hat mir wirklich gut gefallen 🙂
Die beiden sind voll lieb, ich werde sie nicht so schnell vergessen!

 

 

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Das gehört dem Nachbarn. Ich habe trotzdem fotografiert weil ich das erstens nivht wusste und man zweitens dieses Gemüse namens Goya in Deutschland nicht findet

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Diese Blume nennt man auf japanisch Higanbana.

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Es gibt MASSEN an Spinnen hier auf dem Land, das ist der Wahnsinn!

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Er hier heißt Ryuu.

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Die Katze heißt Nao und wird oft Nao-Chan gerufen. Sie kann auch lieb gucken!

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Wtf?!

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Ausgabenbericht September 2017

Keine Sorge, es geht mir immer noch gut. Nich gleich das Schlimmste befüchten, nur weil ich nicht soviel poste 🙂

 

Den September habe ich in der Präfektur Nagasaki verbracht. Zu erst war ich in der Stadt Nagasaki, dann war ich für 3 Wochen auf einer Farm in einem Örtchen namens Omura.  Da gab es nicht so viel zu drüber schreiben, bzw. es wird ein Bericht zur Farmarbeit folgen. Dafür musste meine Zeit dort natürlich zu Ende gehen! Es hat mir übrigens gut gefallen.

Im Moment bin ich noch bzw wieder in Nagasaki. Eigentlich bin ich mit dem Ort schon “fertig“ um es mal so auszudrücken, aber meine geplante Tour zur Insel Hashima ist vor der Farmarbeit im wahrsten Sinne des Wortes ins Wasser gefallen, und ohne dorthin zu fahren wollte ich nicht weiterreisen. Dann warte ich noch auf einen Brief, der hoffentlich morgen ankommt. Es ist wohl etwas amtliches, denn sonst kennt ja keiner meine Adresse… mein Airbnb-Host aus Tokyo schickt ihn mir zu.
Jetzt aber zum interessanten Teil!

 

Fahrtkosten: 10000¥/80€

Die Fahrtkosten beinhalten auch zwei Fahrten mit Seilbahnen. Deren Preise finde ich hier recht teuer. Bei der günstigeren Fahrt habe ich exakt 1000¥/8€ bezahlt und das nur, weil ich jemanden mit Rabattgutschein getroffen habe.

 

Essen gehen: 6482¥/52€
Ich gehe nur alle paar Tage mal Essen, und dann auch nur in die günstigen Lokale. Ein paar Cafes habe ich auch besucht. Nagasaki hat wahnsinnig viele davon und viele sind echt toll!

 

Lebensmittel: 10338¥/82€ in Supermärkten und 6486¥/52€ in Kombinis.

Bei der Feldarbeit musste ich nicht kochen und auch kein Geld fürs Essen abdrücken – das ist der Ausgleich dafür, keine Bezahlung zu bekommen.

 

Eintrittskarten: 4110¥/33€

Da gibt es jetzt nichts spezielles hinzuzufügen.

 

Tourkosten zur Insel Hashima: 3900¥/32€

Die Insel ist einsturzgefährdet – das ist wohl der Grund dafür, warum man sie nur im Rahmen einer geführten Tour besichtigen darf.

 

Internet: 3000¥/24€ für 2GB.

Meine ersten 2GB haben nur rund einen Monat gehalten. Das Pärchen bei dem ich auf der Farm geholfen habe, hatte aber auch kein Wlan…

 

Unterkunft: 12700¥/102€

Das Hostel heisst International Hostel Akari und ist sehr empfehlenswert!
Sonstiges: 4700¥/38€
Postkarten, Spinde, Wäsche etc….

 

 

Insgesamt macht das 61716¥/500€.

Durch die drei Wochen Farmarbeit halten sich die Kosten sehr in Grenzen. In der ganzen Zeit habe ich einmal einen Tagesausflug gemacht, sowie eine heisse Quelle besucht. Lebensmittel musste ich dort nicht kaufen, also blieb es bei etwas Süßkram, Natto und eben den Kosten für mobiles Internet.

 

Gibt es eigentlich ein weibliches Wort für Host? Ich glaube nicht. Wenn ich aber lese “mein Airbnb-Host“ denke ich an einen Mann. Tatsächlich hatte ich eine Frau als Host. Aber ich kann doch nicht schreiben “meine Hostin“?! Das ist echt zu viel des Guten! Fiel mir nur so ein grade…

 

Als nächstes geht es für mich nach Kumamoto. Ich möchte unbedingt den Aso sehen! Ich weiss noch nicht wohin ich dann fahre. Aso liegt auf dem halben Weg nach Beppu, also kann ich auch dorthin und dann runter nach Kagoshima. Mal sehen ob ich das diesen Monat noch schaffe!

Karatsu Teil 2

Natürlich habe ich in Karatsu auch andere Dinge gemacht als nur meiner Animeleidenschaft zu frönen.

Zum Beispiel habe ich mich das Schloss angesehen. Okay, das hat auch als Vorlage für Yuri On Ice gedient. Trotzdem: ich wäre auch so reingegangen.
Das Schloss ist recht klein und so gab es nicht so viel zu sehen. Ich glaube, vom Inneren habe ich gar keine Fotos gemacht. Da es auf einem Hügel liegt ist die Aussicht sehr schön. Ich war nur einmal drinnen, aber ich bin mehrmals hingegangen, weil ich ja die Kamera verloren hatte und ein paar Fotos nachmachen wollte. Für die Stempelrallye bin ich auch extra hingelaufen.

Dann war ich in dem Onsen, das… auch als Vorlage gedient hat. Ähm ja. Es ist sehr schön gemacht, es gibt sowohl Innenbäder als auch Aussenbecken. Die meisten der Wasserbecken sind immer sehr heiss, so um die 41°, aber hier gab ein Becken mit deutlich kühlerem Wasser. Ich hätte Stunden drin bleiben können sag ich euch! Einfach himmlisch 🙂

Mindestens einmal war ich an einem nahegelegenen Strand. Dort ist es sehr windig, sodass man sehr gut surfen kann. Das habe ich aber nicht ausprobiert. Außerdem gibt es dort öffentliche Duschen, die man auch in der Serie wiederfindet. Ich habe ganz sicher Fotos davon gemacht, aber beim letzten Beitrag konnte ich sie nicht finden.

In Karatsu findet jedes Jahr ein Festival statt, welches sich Karatsu Kunchi nennt. Ich weiss nicht genau was Kunchi bedeutet, aber da es auch in Nagasaki ein Nagasaki Kunchi genanntes Fest gibt, wird es vielleicht die Art des Festes sein. Bei dieser Veranstaltung werden bunte Wagen durch die Gegend gezogen. Sie haben unterschiedliche Formen und Designs. Man kann sie in einem Museum betrachten. Weiter unten sind Fotos davon 🙂

Dann habe ich meine ersten Reisterrassen besichtigt. Die, die ich gesehen habe heissen Warabino No Tanada. Tanada ist das japanische Wort für Reisterrasse, was Warabino heisst müsste ich erst nachschauen. Sie liegen im Inland der Präfektur Saga in der Nähe der Station Ouchi. Von dieser Bahnstation fährt ein Bus den ich eigentlich nehmen wollte, aber am Bahnhof hat mir ein älterer Herr angeboten mich zu fahren. Da sag ich doch nicht nein 😃
Unser erster Halt war eine kleine Hütte in der man ein paar Mitbringsel kaufen konnte. An so etwas bin ich aber nicht interessiert. Es kommen nicht viele Besucher in diese Gegend und so fiel ich richtig auf, zumal ich ja keine Japanerin bin. Ich bekam dort etwas Tee angeboten, aber wir blieben nicht lange.

Ich bekam mehrere Stellen gezeigt und immer waren Erklärungen dabei. Mein Fahrer schien sich etwas auszukennen. So sagte er mir wo welche Reissorten angebaut wird, oder dass die Zäune dazu dienen Wildschweine von den Feldern fernzuhalten. Er meinte, ein Teil der Felder wird in 10 Tagen abgeerntet. Das müsste uuuungefähr beim Schreiben dieses Artikels der Fall sein. Er machte netterweise einige Fotos von mir. Alleine habe ich ja immer ein Problem damit.
Die Terrassen sind wirklich wunderschön, ich hatte aber auch Glück mit der Jahreszeit und dem Wetter. Wenn ihr mal in Japan seit, fahrt unbedingt raus aufs Land, es ist so ganz anders als Megacities wie Tokyo 😃

Nach den Reisterrasse fuhren wir zu einem nahegelegenen Wasserfall. Er heisst Mikaeri No Taki. Taki = Wasserfall.
Zum Wasserfall gibt es nicht viel zu sagen. Es kommt halt Wasser runter!

Danach brachte er mich noch zu einem Tempel. Ich habe keine Ahnung wo genau der liegt, aber er war trotz seiner ländlichen Lage recht groß. Und sehr ruhig! Er hat mir echt gut gefallen. So eine andächtige Stimmung hat man selten. Keine Ahnung wie er heißt. Zumindest weiss ich noch, dass dort Statuen der Göttin Kannon standen.

Anschließend brachte mich mein Guide zurück zum Bahnhof von Karatsu. Echt nett von ihm mich soviel herumzufahren und Fremdenführer zu spielen 🙂 Das ist mir hier ja schon häufiger passiert. Ob das mit der ländlichen Lage zu tun hat? Ich weiss es nicht.

Ich glaube, dass war alles was ich dort gemacht habe. Der Ausflug zu den Terassen hat etwa einen halben Tag gedauert. Mit dem Bus wär das nicht so schnell gegangen! Ein Mietwagen ist hier sehr empfehlenswert. Ich habe echt ruhig angehen lassen. Warum hetzen? Zumal es hier nicht sooo viel zu sehen gibt. Diese Präfektur ist die unwichtigste auf der ganzen Insel. Sie liegt zwar zwischen Fukuoka und Nagasaki, wird vermutlich aber von den meisten Reisenden übersprungen. Vielleicht ändert sich das durch den Anime, wer weiss?

 

 

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Der Strand von Karatsu.

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In dieser Gegend wachsen viele Kiefern.

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Im Bahnhof von Karatsu.

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Das Onsen heisst übrigens Kagamiyama Onsen und serviert ganz gutes Essen, auch wenn ich mit diesem Tempura-set nicht viel anfangen konnte…

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Halb oder ganz verfallene Häuser sieht man hier häufiger.

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Der Reis ist deshalb so grün, weil er so viel Schatten von den Steinmauern abbekommt.

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Karatsu – DER Traumort für Yuri On Ice-Fans

Nach meinen Übernachtungen auf dem Campingplatz in Keya (müsste die Präfektur Fukuoka sein, Bericht folgt!) war ich für eine Nacht an einem Strand in der Nähe der Stadt Karatsu. Der Strand war vor allem einsam: zwar lag er direkt an der Bahnstation Shikaka, es gab dort aber keine Geschäfte, keinen Kombini, keine Strandhütte, kein Cafe oder Restaurant, ja nicht einmal Toiletten gab es dort! Selbst am Bahnhof gab es keine. Falls ihr mal einen einsamen Ort sucht, ich kann euch diesen Strand empfehlen 😉 Immerhin einen Getränkeautomaten gab es in Laufnähe.

An einem Tag habe ich dort vielleicht 5 Menschen gesehen. Leider auch den ersten Exhibitionisten in meinem Leben! 😲 Er saß erst ganz ruhig zwischen einigen großen Steinen, zwischen denen ich rumgeklettert bin – ist ja nicht so schlimm, eine Palme braucht halt viel Sonne. Als er dann anfing, seine Palme auch zu schütteln bin so schnell wie möglich da weg! DAS muss ich dann auch nicht haben!

Was mich aber hauptsächlich dort weggetrieben hat, war der Mangel an Schatten und Lebensmitteln. Ich wollte einen kühlen Raum mit Klimaanlage, also fuhr ich zur nächstgrößeren Stadt namens Karatsu.
Das erste was mir dort auffiel war die Werbung für den Anime Yuri on Ice. Von der Serie gab es im Oedo Onsen (onsen = heisse Quelle) in Tokyo übrigens auch viel Werbung etc. Es hingen mehrere Plakate rum, einige Fahnen gab es auch. Könnt ihr bei den Fotos bewundern 🙂

Jedenfalls verschaffte mir die dortige Touristeninformation nicht nur ein Zimmer, ich erfuhr dort auch warum sich hier soviel um diesen Anime dreht: Man hat den Ort Karatsu als Vorlage für die Hintergrundbilder genommen. So besuchen die Charakter innerhalb der Serie nicht nur das Schloss Karatsu (wird in der aber Hasetsu genannt), sondern auch die Shoppingarkade, einen nahegelegenen Strand, und ein Onsen bzw. ein Restaurant, welches dem Onsen angeschlossen ist.
Nach Ausfüllen eines kleinen Fragebogens gab man mir einen Infoflyer, in dem alle serienrelevanten Orte eingetragen waren. Ich habe zwar nur 2 Episoden gesehen, wusste aber sofort, dass ich auf Tour gehen würde um alle Orte selbst zu sehen! Bin halt Animefan 😁

Als nächstes bin ich aber zum Hotel gegangen. Es liegt ein Stück vom Bahnhof entfernt, da der Ort aber sehr klein ist, kommt frau auch im Hochsommer mit Koffer sehr gut zu Fuß dorthin.
Im Hotel selbst stand ebenfalls viel Fanstuff rum. Neben Postern und Büchern gab es auch eine Jacke, die einem Charakter aus der Serie gehört. Erst wollte sie nicht anprobieren, habe es aber dann doch getan. Dann hab ich was zum Vorzeigen! 😉

Anschliessend machte ich einen kleinen Spaziergang in die nähere Umgebung. Es gab nicht viel zu entdecken, also ging ich wieder zurück. Kaum war ich wieder zurück und stand vor den Fansachen, bot mir eine Angestellte des Hotels an, mich zu Stellen zu fahren, die für den Anime Modell gestanden haben. So etwas ist mir mittlerweile häufiger passiert. Das kommt zwar meist überraschend, ist mir oft ganz recht. Mit einem PKW kommt man oft man besten rum.
Ich stieg also bei ihr ein und liess mir etwas die Gegend zeigen. Zuerst – ich glaube es war das erste – brachte sie mich zu Strandduschen die in der Serie vorkommen. Ich liess mich von ihr fotografieren, aber da ich die Kamera verloren habe, gibt es das Bild nicht mehr. Anschliessend fuhren wir auf den Berg Kagamiyama. Dort gibt es eine Aussichtsplattform, der der man eine schöne Sicht hat. Ausserdem befindet sicht dort die Statue einer Frau, die auf ihren Freund/Mann/Geliebten gewartet hat, nach dem er zur See gefahren ist. Sie hat solange dort gewartet dass sie irgendwann zu Stein wurde. Oder so 😉 Die Fotos existieren leider auch nicht mehr.

Als letztes waren wir im nahegelegen Onsen. Allerdings waren wir nicht im Wasser, wir haben dort nur zu Abend gegessen. Ich hatte Katsudon – Schnitzel auf Reis, mit Ei drauf. Das isst der Hauptcharakter am Anfang der Serie. Ich kanns weiterempfehlen! Es hat mir besser geschmeckt als das Tempura ein paar Tage später. Da war kalter Fisch als Beilage bei, den mochte ich nicht so. Beide Gerichte hatten eine Suppe mit Gräteneinlage als Beilage… Insgesamt war das Essen aber immer gut!

Anschliessend ging es zurück ins Hotel. Es ist soo lieb von ihr gewesen mich rumzufahren!💖

Sie ist selbst ein großer Fan der Serie, schaut aber auch andere Animes. Sie hat sogar schon gecosplayt wie sie mir erzählte. Ihr damals dreijähriges Kind hat sie als Conan verkleidet während sie selbst als Heiji Hattori rumgelaufen ist😂

Grundkenntnisse im Japanischen sind bei sowas übrigens sehr hilfreich.

In den nächsten Tagen habe ich mir fast alle Orte angesehen, die für Yuri in Ice Modell gestanden haben. Die meisten lassen sich mit den öffentlichen Verkehrsmitteln gut erreichen. Besonders innerhalb Karatsus kann man auch laufen. Ist ja nur ein kleiner Ort.

Ein paar Tage später begann dann die Stempelrallye. Sie war der Grund warum ich etwas länger geblieben bin. Ich hatte ja nichts zu tun und war immer recht früh wach, also war ich Montag morgens schon um 9 an der Touristeninformation.
Am Tag vorher dachte ich noch ich wär voll der Obernerd deswegen und wahrscheinlich als erste da – ich meine hallo, Montag morgens um 9, eine Uhrzeit zu der jeder normale Mensch arbeiten oder in der Schule ist, im japanischen Niemandsland zu stehen um ein paar Stempel zu holen, auf denen Animefiguren drauf sind?! Wie nerdig ist das denn?!

Aber: ich war nicht die erste! Wahrscheinlich nicht mal die zehnte. Oder zwanzigste. Die Leute standen Schlange als ich ankam! Wegen Stempeln zu einer Anime-Serie! Ist das zu fassen? Irgendwie ja, denn das ist Japan 😉

Ich klapperte also die Umgebung ab und holte was es zu holen gab.

Zwei der Stempel waren etwas außerhalb. Für die beiden bin ich extra mit dem Bus gefahren und anschließend in ein Sammeltaxi gestiegen. Beim 2. Stempel musste ich gottseidank nicht lange warten, bis ein direkter Bus mich zurück brachte.

Bei der Touristeninformation gab man mit eine kleine Urkunde für das Sammeln aller Stempel und ein paar Kleinigkeiten wie Postkarten. Natürlich drückte man mir den Stempelbogen erneut in die Hand: Vielleicht möchte ich die Runde ja nochmals machen um auch die anderen Motive zu sammeln? Ich hab dankend abgelehnt. Einmal reicht!

Damit war mein Aufenthalt in Karatsus zuende. Bis auf die Sache mit der Kamera hatte ich dort superviel Spass und das Zelten dort war recht angenehm wegen der Stadt im Rücken.
Danach fuhr ich durch bis nach Nagasaki. Dort hatte ich mir ein Hostel gebucht, denn Erholung vom Zelten muss auch sein. Finde ich!

Natürlich habe ich mir auch abseits von Anime einiges angesehen und gemacht. Na, zumindest ein bisschen. Darüber kommt ein zweiter Bericht!

 

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Im Hauptbahnhof. Das weiße Schild kommt auch in der Serie vor.

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Der Hauptbahnhof von Karatsu.

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Diese runden Schilder zeigen Orte an, die als Vorlage gedient haben.

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Bisschen überlichtet, aber trotzdem noch zu erkennen, wie ich finde. Achtet auf diese Laternen!

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Das Indem aus der Serie.

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Innen drin findet sich eine Menge Werbung.

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Im Anime heisst diese Bar Hanachu.

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Die Brücke kommt auch vor.

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Meine Version des Selfies vor dem Schloss.

 

Ich habe noch mehr Fotos von Szenen aus der Serie, aber das von den Duschen kann ich nicht finden und andere lassen sich nicht hochladen, dann kommt eine Fehlermeldung. Schade, aber wenigstens habe ich sie auf dem Tablet…

Pikachu Outbreak 2017

Ich komme nicht hinterher mit dem Bloggen! Sorry dafür. Es passiert halt soviel und immer dann wenn man denkt, man hätte einen ruhigen Tag passiert das nächste. So wie gestern. Was da passiert ist erfahrt ihr auch noch! 😉

Beim Onlinestellen dieses Beitrags ist gestern bestimmt schon wieder eine Woche her…

(Ist es auch! Diesen Beitrag hab ich ein paar Tage im Voraus geschrieben. Jetzt grade bin ich in Nagasaki. In einem Hostel übrigens.)

 

Seit einigen Jahren findet in Yokohama jedes Jahr im August ein Pokemon-Event namens Pikachu Outbreak statt. Soweit ich weiss hat es keinen besonderen Zweck, es ist wohl einfach eine riesen Werbeveranstaltung. Und ein tolles Event für Nerds wie mich 😉

Das ganze zieht sich über mehrere Tage hinweg und setzt sich aus kleineren Events wie verschiedene Bühnenshows und Paraden zusammen. Das größte Einzelevent ist eine Pikachu-Parade, die dieses Jahr am 14.8. stattfand. Auf Facebook habt ihr vielleicht Bilder davon gesehen. Ich jedenfalls schon, und es waren nicht meine eigenen!

Schaut mal hier:  mehr Infos

Ich war zweimal in Yokohama, einmal wegen der großen Parade, und einige Tage vorher um mir die Stadt selbst anzuschauen. Allzuviel habe ich leider nicht geschafft. Kein Wunder, denn ich war ja nur einen Tag dort, und bin dann ich eine kleine Parade gestolpert, der ich dann etwas gefolgt bin. Diese Parade fand in der Nähe der roten Backsteinhäuser statt, die eine Touristenattraktion darstellen. In Japan sind Backsteinhäuser nämlich ziemlich selten.
Man nennt sie hier Aka renga. Aka = rot, renga = Backstein.
Alles klar, oder?

Zurück zur Parade. Ich habe sie größtenteils von hinten gesehen. Es ist halt schwer an den Leuten vorbeizukommen. Ungefähr begonnen hat sie draussen, an einer Stelle mit mehreren Cafes. Dann ging es rein in ein Gebäude namens… Queen irgendwas. Das müsste ich nachschauen. Dort soll es ein Pokemoncenter geben, das habe ich aber nicht gesucht, denn ich wollte ja eh nichts kaufen. Irgendwo dort endete die Parade und ich blieb um mir eine der Bühnenshows anzusehen. Dort konnte ich kaum etwas sehen. Es waren einfach zu viele andere Fans dort. Auf den Bildern erkennt man, dass die tanzenden Pikachus Outfits im Karnevalsstil Rios anhatten.

Laut den Flyern die verteilt wurden, sollte es in der Hafengegend sogar Zeppeline mit Pokemonaufdruck geben. Davon habe ich aber nichts gesehen. Schade, denn das ist sogar für Japan krass 😂

Kommen wir zur großen Parade.
Dafür bin ich extra angereist – von Tokyo aus lässt sich das ja gut einrichten. Erreichen konnte man sie auch gut, denn sie fand in der Nähe von einer Bahnstation statt. Dadurch war es voller Menschen. Und zwar so richtig! Das war einfach der Wahnsinn! Man konnte sich kaum bewegen, selbst den Arm hochzukriegen um sich etwas Luft zuzufächern war schon schwierig! Am besten, man liess ihn gleich oben xD
Die Parade selbst bestand aus dem ein oder anderen Wagen, sowie einer Reihe aus tanzenden Pikachus. Irgendwo hatte ich gelesen, dieses Jahr sollten es nicht nur Pikachus sein, sondern auch andere Pokemon. Tja, vielleicht war das eine andere, hier habe ich jedenfalls nur gelbe Elektromäuse gesehen.
Es gab viel Musik, die sich ständig wiederholte, dazu genauso viel Tanz, der ebenfalls nicht sehr abwechslungsreich war, und Durchsagen. Die Parade ist ein paar mal an uns vorbeigezogen… und das wars auch schon. Wir zuschauen haben gestanden, geschwitzt und einen Riesenspaß gehabt, aber im Endeffekt war sie der mangelnden Abwechslung wegen fast schon unspektakulär. Das ganze Drumherum, dass es überhaupt so ein Event gibt, ist wohl das coolste an der ganzen Sache.

Hinterher waren alle Zuschauer total fertig. Ich natürlich auch, trotzdem bin ich anschliessend ins China Town gegangen. Das ist ein richtiges kleines Viertel und liegt recht nah am Ort der Parade. Die Ecke ist sehr schön, die meisten Raurants sind aber sehr teuer, sodass man suchen muss, bis man etwas bezahlbares findet. Da nicht allzuviel Geld ausgeben möchte,, habe ich mich ans Streetfood gehalten. Recht verbreitet sind gefüllte Teigtaschen die sehr an Brötchen erinnern, sowie mit Sesam umhüllte und mit roter Bohnenpaste gefüllte Bällchen. Wenn sie frisch sind sind sie sehr lecker.

Anlässlich des Hauptevents gab es auch Veranstaltungen oder einfach “nur“ Treffen für Pokemon Go Spieler. Es wurde dafür sogar eine Wifi-Verbindung eingerichtet. Trotzdem konnte ich nicht überall und auch nicht allzu viel spielen. Ein bisschen schade ist das schon, denn die meisten coolen PG-Events in Deutschland habe ich verpasst. Die Massen an Nerds zu sehen hat aber schon Spaß gemacht.

Ausser dem China Town habe ich sonst nichts von Yokohama gesehen. Ja klar, den Hafen 🙂 Der ist ja auch nicht zu verfehlen! Die Stadt läuft mir aber nicht weg, das kann ich alles nachholen.

 

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Das ist die kleinere Parade.

 

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Unschwer zu erkennen führte sie bis in ein Gebäude.

 

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Von den Tänzen konnte ich kaum etwas sehen, so enG war es dort.

 

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Ein kleines Modell der Umgebung mit vielen Elektromäusen. Ich mag die Mützen und die unterschiedlichen Gesichtsausdrücke.

 

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In Japan sind Stempelrallyes sehr beliebt.

Stempel findet man häufig in Museen aber auch an Bahnhöfen. Zu Pokemon hat es auch eine riesige Rallye gegeben. Die Stempel fand man ausschließlich in Bahnhöfen, aber nicht nur in Tokyo (und dort an jedem Bahnhof der berühmten Ringlinie Yamanote) sondern auch in umliegenden großen Städten wie Yokohama. Ich glaube es hat insgesamt über 50 pokemon-Stempel gegeben! Ich hab nur eine handvoll weil ich nicht so viel Geld für Bahnfahren ausgeben wollte.

Hatte man alle Stempel beisammen ging man zur Gewinnerstation. Dort holte man sich ein Geschenk ab.

Hier unten seht ihr die Leute Schlange stehen:

 

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Beim Pokemon Go spielen.

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Chinatown.

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Ein rotes Backsteinhaus. Eine Sehenswürdigkeit!

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Vor ein paar Tagen ist mir die Kamera abhanden gekommen. Ich weiss nicht genau wie das passiert ist, aber jetzt ist ein Teil der Fotos futsch. Darunter die Bilder der großen Parade und die aus Shimonoseki/Fukuoka. Ich trauere ihnen immer noch etwas hinterher. Und die Kamera macht ja sooo viel bessere bilder als mein Handy 😦 Diese Fotos sind aber alle noch mit der Kamera gemacht.

Ausgabenbericht August 2017

Der erste Monat ist um, es ist also an der Zeit über meine Ausgaben zu schreiben. Dafür habe ich extra alle Kassenbons aufbewahrt und mitgeschrieben, soweit ich dran gedacht habe. Das heisst, der ein oder andere Euro ist mir mit Sicherheit entgangen. Trotzdem dürfte es im Großen und Ganzen stimmen.

Ich hoffe, es hilft euch bei eurer Reiseplanung. Mit hilft es in jedem Fall, meine Ausgaben im Blick zu behalten, was auch der Hauptgrund fürs Mitschreiben ist.

Ohne den genauen Wechselkurs nachzuschauen sind 100¥ etwa 80ct.

Fangen wir an!

 

 

Unterkünfte

Da wäre einmal das sehr empfehlenswerte Khaosan World Ryogoku Hostel. Hier habe ich für 7 Nächte 22300¥/171€ bezahlt.
Das sind etwa 3000¥/24€ pro Nacht im Schlafsaal.

Direkt danach hatte ich eine Unterkunft via Airbnb gebucht. Dort war ich für 8 Nächte, die 244€ gekostet haben. Ein Hostel ist also schon billiger, und ich habe eine der günstigeren Airbnb Unterkünfte ausgewählt, denn mehr als ein Zimmer brauche ich ja nicht.

Dann hatte ich für eine Nacht ein Hostel in Fukuoka. Irgendetwas hat bei meiner Buchung nicht geklappt, aber ich konnte dort bleiben und habe für eine Nacht 7000¥/56€ bezahlt. Das war die teuerste Übernachtung bis jetzt.

Anschliessend war ich für 3 Nächte in einem anderen Hostel… uuund hier fängt es, dass ich den Preis nicht mehr weiss! Ach verdammt. Ich kann mich jedenfalls nicht dran erinnern, dass es besonders teuer oder günstig war. Wieso hab ich da nicht mitgeschrieben? Beim Durchsuchen der Bons ist mir auch nichts aufgefallen.

Achja. Vor Fukuoka war ich für eine Nacht im Uzuhouse. Das ist ein Hostel in Shimonoseki. Die Dachterasse ist der Hammer! Von dort habt ihr einen tramhaften Ausblick auf die Kanmon-Meererenge. Auch hier weiss ich den genauen Preis nicht mehr. Sagen wir, die 4 Nächte haben jeweils 3000¥ gekostet, also soviel wie in Tokyo. Ach nein, das Hostel in Fukuoka hat definitiv mehr gekostet. Ich berechne jetzt für die 4 Nächte pauschal 150€.

Die Kassenbons habe ich übriens im Portmonee aufbewahrt, irgendwann die Beträge in Evernote geschrieben und dann heute zusammengerechnet. Und dann die Notiz gelöscht. Wahrscheinlich habe ich die beiden Hostels vorm Löschen einfach übersehen… Das nur nebenbei.

Auf Nokonoshima hatte ich dann meine erste Campingplatz-Erfahrung. Dort hab ich 1200¥ für 2 Nächte bezahlt.

In Keya war ich dann auf einem anderen Platz. Der hat 1020¥ pro Nacht gekostet, also insgesamt etwa 16€.

Ausserdem habe ich dort in einer Strandhütte geschlafen. Coole Sache, sag ich euch! Für den Spaß hab ich 2500¥/20€ bezahlt.

Dann war ich das erstemal wildzelten – exakt 0€.

Nach einem Tag hat mir das gereicht, denn dort war zuviel Sonne und zu wenig Schatten. Eine Klimaanlage musste her! Also fragte ich bei der Touristeninformation von Karatsu (Präfektur Saga) nach einer preiswerten Unterkunft. Man buchte mir ein Zimmer im Karatsu Castle Hotel. Es ist ein shared room, ich hatte also jemand anderes im Raum. Hier habe ich 4320¥/35€ bezahlt. Die Unterkunft ist echt klasse!

Seitdem campe ich wild am Strand von Karatsu und das klappt auch gut. Kein Ärger mit niemanden, stattdessen wurde mir gestern Abend ein Bier angeboten 😉

Zusammengerechnet habe ich also etwa 702€ für meine Unterkünfte ausgegeben. Puh, das liest sich doch ganz schön viel! Obwohl mir klar ist, dass das für einen Monat doch ganz schön günstig ist.

Lebensmittel und Essen gehen

In Kombinis, den japanischen gut ausgerüsteten Minimärkten, habe ich 8225¥/66€ gelassen. Meistens bezahlt man dort nur kleine Beträge, aber das summiert sich doch ganz schön.

Als nächstes die Supermärkte. Hier ist das Essen etwas günstiger als in Kombinis. Allerdings findet man in Tokyo kaum welche. Zur Zeit bin ich ja in der japanischen Pampa namens Saga, hier findet man häufiger welche. Das gilt auch für Fukuoka als nächste Großstadt. In Supermärkten habe ich für 15234¥/122€ eingekauft. Zu 99% waren bzw das auch Lebensmittel. Die wenigen Nichtlebensmittel waren Insektensprays, Essstäbchen, ein Becher und… wenig anderes.

Hin und wieder bin ich auch Essen gegangen. Ich bestelle zwar nicht ausschließlich das günstigste Gericht auf der Karte, aber das teuerste was ich hatte hat insgesamt 1800¥ gekostet. An dem Abend hab ich mir ein zweites Gericht bestellt, weil ich das erste nicht mochte. Manchmal war ich auch in einem Cafe so wie jetzt grade. Da ich immernoch am Strand zelte, und mein Zelt immer noch keine Steckdose hat (und keine Klimaanlage und kein fliessend Wasser, auch wifi fehlt…), brauche ich halt einen Ort wo ich Tablet und Handy laden kann.
Ich machs nicht so spannend: 8970¥/72€ habe ich für diesen Punkt ausgegeben.

Dann gibt es noch Getränkeautomaten. Aber halt! Es gibt nicht nur Getränkeautomaten, sondern auch Nudelsuppenautomaten! Zumindest auf der Fähre und dem Campingplatz auf Nokonoshima 😉
Beides versuche ich allerdings zu vermeiden, so dass ich hier nur 1500¥/12€ ausgegeben habe.

Das sind insgesamt 272€.

Fahrtkosten

Etwa 10000¥/80€ habe ich für die kleinen Fahrten innerhalb von Orten und in die nähere Umgebung ausgegeben. Das weiss ich deshalb recht genau, weil es hier wiederaufladbare Geldwertkarten gibt. Dazu kommen 12€ von weissnichwo nach irgendwohin.

Nicht zu vergessen: Die Fähre von Tokyo nach Kitakyushu. Die hat 132€ gekostet.

Insgesamt macht das 224€.

Internet

Dieser Punkt ist schnell abgehandelt. Meine Japan Travel Sim hat 4090¥/32€ gekostet. Dafür habe ich 2GB für 3 Monate bekommen. Bald muss ich wieder auffüllen, denn solange halten 2GB, das kann ich euch jetzt schon verraten 😉

Schliessfächer

Tja, da ich mein Gepäck nicht unbeaufsichtigt stehen lassen möchte, benutze ich sie in letzter Zeit ständig. Ein grosses Fach, wo auch ein Koffer reinpasst, kostet 500¥/4€. Für Schliessfächer habe ich bis jetzt 3000¥/24€ ausgegeben.

Campingsachen

Meine Ausrüstung, bestehend aus Zelt, Isomatte und Taschenlampe, habe ich einer Person aus einem Hostel privat abgekauft. Für die Sachen hat er 5000¥/40€ bekommen.

Eintrittsgelder

Für Eintrittsgelder hab ich zusammengerechnet 8280¥/65€ bezahlt. Am teuersten war das Oedo Onsen Monogatari in Tokyo – eine Art Badehaus oder auch heisse Quelle. Es ist teuer aber ein Besuch lohnt sich! Danach kommt die meiner Meinung nach überteuerte Ausstellung des Mangamagazins Jump. Die hat 2000¥/16€ gekostet. Nur so als Auflistung.

Führerschein

Um in Japan Autofahren zu dürfen, brauche ich eine japanische Übersetzung meiner deutschen Fahrerlaubnis. Dank dem Blog wanderweib.de weiss ich dass diese bei JAF, der japanischen Version vom ADAC, recht günstig ist. Hier kostet sie nämlich nur 3000¥/24€.

Sonstiges

Natürlich fallen auch eine Menge kleinere Beträge an.

Wie zum Beispiel meine Wohnsitzbestätigung für 300¥/2,4€. Keine Ahnung ob ich sie je brauchen werde, aber ich hab sie.

Fürs Geldabheben bezahlt man an manchen Automaten den zu verschmerzenden Betrag von 216¥. Knapp 2€ also.

Wäsche waschen kostet auch etwas Geld. Dafür hab ich etwa 1000¥/8€ ausgegeben.

Dann wäre da noch der gemietete Schwimmreifen für 500¥/4€. Hat sich gelohnt! An anderen Stränden wollte man das doppelte, aber das war ich dann nicht zu zahlen bereit.

300¥ für eine Dusche hab ich auch mal bezahlt.

Dann wären da noch Postkarten und das Verschicken derer. Letzteres kostet 70¥ pro Stück.

Also etwa 30€ extra.

Zusammenfassung

Ich komme auf 1415€ die ich hier ausgegeben habe. Zusammengerechnet ist das doch eine ganze Menge! Heisst, wenn ich richtig gerechnet habe. Ausserdem ist das als Mindestausgabe anzusehen.

Bei einem Monat Rumgereise ist das aber noch sehr günstig 🙂
Der Flug ist hier nicht mit einberechnet, aber da kann der Preis ja seeeehr stark variieren.

Demnächst möchte ich mit Woofing anfangen. Ich weiss noch nicht ob ich das hier in der Präfektur Saga mache oder eher in Nagasaki. Das wird sich aber in diesen Tagen entscheiden 🙂

Camping auf Kyushu – ein erster Erfahrungsbericht

Zur Zeit sammle ich meine ersten Campingerfahrungen in Japan. Es sind auch fast meine ersten Erfahrungen in Sachen Camping überhaupt. Zwar war ich als Kind bei den Pfadfindern, aber das war dann doch etwas anderes 😉

Meine ersten Tage in Fukuoa City verbrachte ich in 2 Hostels. Im ersten war ich nur eine Nacht, im zweiten dann, lass mal überlegen, drei Nächte. Wie die Zeit vergeht! Von der Stadt selbst habe ich kaum etwas gesehen. Ich war mehr mit organisieren beschäftigt, denn ich musste ja meine Ausrüstung besorgen. Aber Stadtstrand ist sehr schön 😉

Dafür stattete ich dem Canal City genannten Shoppingcenter einen Besuch ab. Dort gibt es Sport- und Outdoorgeschäfte. Ich wollte ein Zelt sowie eine Isomatte kaufen. Einen Schlafsack braucht man bei den Temperaturen wirklich nicht! Leider wurde ich nicht wirklich fündig.
Dort gab es kaum Zelte und wenn waren sie viel zu groß. Im Hostel traf ich dann jemanden, der seine eigene Ausrüstung nicht mehr brauchte. Nach einem Aufbauversuch und einem langen Gespräch (“Meine Mutter hat mich mit 17 bekommen/mein Vater ist bereits gestorben/ich möchte einen Bücherladen in Berlin eröffnen/…“) kaufte ich ihm Zelt, Isomatte und Taschenlampe für 5000¥ ab. Das sind ca. 40€. So kanns auch gehen 🙂

Camping auf Nokonoshima

Da ich ja keine Erfahrungen mit Campen habe, wollte ich meine ersten Nächte unbedingt auf einem Campingplatz verbringen. Im Internet machte ich also verschiede Plätze ausfindig. Ich entschied mich für den Platz auf Nokonoshima. Das ist eine kleine Insel direkt vor Fukuoka.

Ich fuhr also mit Bus und Bahn zum Fährhafen. Der Weg war der Horror! Mein Bus fuhr zwar in die richtige Richtung, leider nicht weit genug. Das hiess laufen bis zur nächsten Bahnstation. Und zwar mit mehr Gepäck als vorher. Im japanischen Hochsommer ist das echt kein Spaß! Nunja.
Die Fähre legt stündlich ab und braucht nur 10 min für die Überfahrt. Zumindest gab es dort keine Probleme. Auf der Insel angekommen nahm ich einen Bus. Der fuhr nicht am Campingplatz entlang, aber den Rest des Weges konnte ich ohne Probleme laufen. Die Endhaltestelle war der Blumenpark der sich auf dieser Insel befindet. Den habe ich mir gar nicht erst angesehen. Zu heiss das Wetter, zu groß mein Wunsch, am Strand zu faulenzen.

Mein Zelt hatte ich unter Palmen am Strand aufgeschlagen. Weiter unten gibt es Bilder 😉
Der Platz ist mit mehreren Bungalows ausgestattet. Für mich als Alleinreisende lohnt sich das leider nicht. Jedenfalls baute ich mein Zelt dort zum ersten Mal selbst auf. Ich bin froh, das es zwei Nächte lang durchgehalten hat! Wie einigen Lesern und Leserinnen bekannt ist, habe ich es ja nicht so mit technischen/handwerklichen Dingen.
Durch die Lage konnte ich nachts die Sterne sehen und die Skyline von Fukuoka bewundern. Das war einfach der Hammer! Tagsüber war ich viel im Wasser, denn wozu war ich am Strand, wenn frau nicht reingeht?
Die Japanisch-Vokabel des ersten Tages lautet “ukiwa“. “Der Scheimmreifen“. Wenn man da so auf dem Wasser treibt und nicht mehr machen muss, als sich vernünftig einzucremen, liebt man sein Leben einfach! Sorry, falls ich hier wen neidisch mache 😉

Man konnte sich in der Strandhütte etwas zu essen kaufen wenn man denn wollte. Natürlich gab es auch eine Bar, aber nach Alkohol stand mir nicht der Sinn. Schont nebenbei den Geldbeutel… Wollte man sich selbst versorgen, musste man vorher im Supermarkt einkaufen. Ich wüsste nicht, dass es auf dieser Insel einen gibt, denn auf Google Maps konnte ich keinen entdecken. Was man dort aber hatte war ein Nudelsuppenautomat! Ja wirklich! Direkt daneben stand ein Wasserkocher, sodass man sein Essen gleich fertig machen konnte. Sehr löblich! Und praktisch auch für den ein oder anderen Kaffee.

Toiletten und kalte Duschen sind bzw. waren kostenlos. Das sind Toiletten in Japan aber generell. Für erstere musste ich hier noch nie bezahlen, ganz egal wo. Heisse Duschen kosteten etwas Geld, ich glaube es waren 300¥ für 3 Minuten. Das sind so 2,40€. Das ist auf Campingplätzen anscheinend normal, auf meinem jetzigen ist das auch so. Der einzige Unterschied: Auf Nokonoshima gab es Bezahlautomaten in der Dusche, wenn die Zeit abglaufen war, musste man für mehr Wasser wieder bezahlen. Hier in Keya bezahlt man einfach am Tresen, da kann man solange duschen wie man oder frau möchte 🙂

Auf Nokonoshima habe ich nicht viel mit anderen Leuten gequatscht. Das kann auch mal sehr entspannend sein. Es gab zwar einen kläglichen Anmachversuch, aber auf sowas geh ich nich drauf ein 😉

Hatte ich schon erwähnt wie hammermäßig geil die Natur hier auf Kyushu ist? Weiter unten stelle ich mal ein paar Fotos rein von dem was die Tierwelt so zu bieten hat.
Recht cool, wenn auch ein wenig unspektakulär sind die aus dem Wasser springenden Fische in der Bucht von Fukuoka. Man muss sie gar nicht suchen oder weit rausschwimmen, einfach auf den Wellenbrechern sitzen und zack! da springen sie hoch. Ich hatte erwartet, sie auch hier zu finden, aber tatsächlich habe ich auch Nokonoshima keinerlei Fische gesehen.

Bei den Angestellten habe ich gefragt ob es hier wilde Affen gibt. Nein die gäbe es hier nicht, war die Antwort, aber wenn ich Glück hätte könnte ich Wildschweine sehen. Das “Glück“ hatte ich nicht.

Gezahlt habe ich 1200 ¥. Ohne Zelt wären es 1800¥ gewesen. Ich weiss nich so genau ob die Frau beim einchecken verstanden hat, dass ich 2 Tage bleiben wollte, aber es hat sich ja niemand beschwert. Da passt das schon 🙂

Die letzten Tage habe ich auf einem anderen Campingplatz in Keya geschlafen. Da schreibe ich auch noch einen Bericht drüber. Ehrlich gesagt könnte ich wieder ein par Nächte in einem Hostel verbringen und mal meine Sachen waschen bzw. trocknen, aber hier in der Pampa gibt es wohl keine, und zurück nach Fukuoka City möchte ich grad nicht. Das wäre die falsche Richtung. Jetzt möchte ich gaaaanz langsam Richtung Nagasaki reisen. Das dauert aber noch bis ich da ankomme 🙂

Es folgen übrigens noch einige Berichte aus Tokyo/Yokohama. Und natürlich noch mehr aus Kyushu, aber ich komme einfach nicht hinterher mit dem Schreiben. Jeden Tag etwas neues xD

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Im Hintergrund mein Zelt.

 

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Hier die Skyline von Fukuoka. Sah abends sehr schön aus!

 

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Die hab ich nicht auf Nokonoshima fotografiert, aber das passt schon.

 

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Klärt mich auf: Was ist das für ein Tier?? Ein Tanuki?  Ich könnte mal die leute vor Ort fragen.

 

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Sorry, vergessen zu drehen. Jedensfalls fliegen hier reichlich von diesen Vögeln rum. Was genau is das für einer?

 

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Nicht fotografiert habe ich die vielen kleinen Insekten, die an der Küste auf den Steinen sitzen. Und die Muscheln bzw Schnecken am Strand. Und die Libellen! Hier schwirren soo viele rum, das ist der Wahnsinn! Ich sag euch, das Geile an Kyushu ist die Natur 😃

Über meinen Airbnb-Aufenthalt in Tokyo

(Diesen Beitrag habe ich am Abend des 16.8. geschrieben. Heute haben wir den 23.8.2017. Das nur vorab. Ausserdem bin ich mittlerweile in Kyushu. Und es gefällt mir sehr gut hier!)

Heute ist bzw. war mein letzter Tag in Tokyo.

Ich weiss nicht, ob das ein Grund ist mich zu freuen oder ob ich lieber traurig sein soll.
Es ist wohl ein bisschen von beidem, denn mir gefällt diese Stadt und ich habe längst nicht alles gesehen, was ich sehen wollte, aber ich möchte nicht nur in Tokyo sein und am Ende des Geldes feststellen, dass noch so viel Japan übrig ist 😉

Da auch mein Airbnb-Aufenthalt zuende ist, kann ich jetzt darüber schreiben:

Heute morgen habe ich es ruhig angehen lassen.
Ich habe solange geschlafen wie ich konnte – da mein Zimmer recht hell ist also nicht sehr lange. Nach dem Aufstehen habe ich immer Hunger also habe ich gefrühstückt. Meistens frühstücke ich hier in Japan Reis mit etwas dabei. Also zB Reis mit Natto, oder Reis mit kaltem Tofu, oder Reis mit Misosuppe. Okay, im Hostel habe ich auch schon Teigtaschen gefrühstückt. Allzu kreativ werde ich aber nicht! Ich muss es ja auch kaufen, schleppen, aufbewahren und schliesslich zubereiten. Heute gab es Reis mit Kürbis. Das nur zum Essen 😉

Anschliessend musste ich noch meinen Koffer packen und mich von meiner Gastmutter verabschieden.
Ich schreibe Gastmutter, weil mein Aufenthalt sich hier anfühlt wie in einer Gastfamilie und nicht wie bei einem Airbnb-Aufenthalt. Mit beidem habe ich aber nicht allzu viel Erfahrung, das sei dabei gesagt. Sie heisst Y-san und ist furchtbar lieb! Am Abend meiner Ankunft haben wir zusammen am Küchentisch gesessen und etwas geredet. Nachdem ich mein Essen auf hatte, bekam ich Wassermelone als Nachtisch, und anschließend sogar etwas Sake, japanischen Reiswein, zum probieren. Beides hat mir geschmeckt, wobei ich Wein eigentlich nicht so mag. Es war auch nicht das letzte Mal das sie mir etwas angeboten hat. An anderen Tagen gab es Pfirsich oder eine andere Melonensorte. Desöfteren auch Reis, den sie tiefgefroren hat. Und bei Regen einen Plastikanzug damit ich nicht nass werde. Ausserdem stand immer etwas Tee auf dem Tisch. Da konnte ich mich auch bedienen 🙂
Auch sonst hat sie sich rührend um mich gekümmert. Als ich einmal Gyoza machen wollte (sie waren schon fertig gefüllt und mussten nur noch gebraten werden) musste ich ihr erst sagen wie ich vorgehe. Dann hat sie mich korrigiert und mir gesagt wie ich vorgehen soll. Ich habe ihr gesagt dass ich schon kochen kann, aber sie glaubt mir wohl nicht. Sie hat so skeptisch ausgesehen 😅
Gekocht wird in diesem Haus übrigens mit Gas. Soweit ich weiss ist das in Japan gar nicht so unüblich. Das “Wohnzimmer“ ist auch eine sogenannte Dining-Kitchen, also ein Wohn-Ess-Bereich.
Es gibt 2 Toiletten und einen Badbereich, den ich vergessen habe zu fotografieren. Stellt ihn euch einfach sovor wie in Animes. Falls ihr denn Animes schaut. Das ganze dann kleiner und weniger schick, dann habt ihrs schon 😉 Für die die keine Anime schauen: Die Toiletten sind beide in anderen Räumen als das Bad. Im Bad selbst gibt es einen Vorraum mit Schrank, Waschmaschine und Waschbecken, im zweiten Raum ist die Badewanne. Die Wanne selbst habe ich nicht genutzt, stattdessen habe ich mich vor der Wanne abgeduscht. Da sich im Raum selbst sonst nichts befindet geht das ganz gut. Es gibt einen Brausekopf vor der Badewanne genau zu diesem Zweck.

… mir fällt grad ein, ihr könnt ja mal Fotos oder gleich Videos von japanischen Wohnungen googeln, dann könnt ihr euch ein besseres Bild machen.

Y-san hat eine Tochter, die ungefähr 14 ist. Sowohl sie als auch ihre Mama sprechen beide fliessend Englisch. Schon als ich vor der Buchung mit Y-san wegen der Adresse geschrieben habe, hat sie immer in gutem Englisch geantwortet. Als mich die Tochter vom Bahnhof abgeholt hat, sind mir ihre guten Englischkenntnisse samt vernünftiger Aussprache aufgefallen. Sie hat schon im Ausland gelebt und geht jetzt in Japan auf eine internationale Schule die sich an das amerikanische System hält. Das erklärt ihr gutes Englisch natürlich!
Meistens habe ich mit beiden dann auch Englisch geredet, die ein oder andere japanische Vokabel war auch dabei.

An einem Abend hat E-chan, die Tochter, Besuch bekommen.
Der Gast ist ein Freund von ihr und gleichzeitig der Freund von ihrer grossen Schwester. Besagte große Schwester studiert in den USA um Sängerin zu werden. Ihren Namen kenne ich aber nicht! E-chan und ihr Freund haben in Küche zusammen Bratnudeln und Suppe gekocht. Es hat lecker gerochen und sehr gut geschmeckt. Falls ihr das jemals est: E-chan, das habt ihr sehr gut gemacht! Okay, ich habs beiden auch so gesagt 😉
Anschliessend haben wir vor dem Haus Wunderkerzen angezündet.
Es war ein schöner Abend 🙂 Das war übrigens der einzige Tag an dem ich zu einer bestimmten Uhrzeit zuhause war. Sonst war ich recht unabhängig von den beiden.

Als ich mich dann heute verabschiedet habe, haben wir uns ungefähr dreimal im Arm gelegen. Wenn irgendwas ist soll ich mich melden hat sie gesagt, ihre Telefonnummer habe ich ja. Hoffentlich kommt es nicht soweit dass ich Hilfe brauche!
Aber ihr seht schon, bei Y-san war ich gut aufgehoben. Das nur für die Leute, die in der Hinsicht Angst um mich haben 😅

Ich kann einen Aufenthalt hier nur empfehlen, wobei sie nur Frauen aufnimmt. Wenn ihr wollt, kann ich euch den Link zur Airbnb-Seite schicken. Einfach anschreiben!

Es leben übrigens 2 Katzen im Haushalt. Beide sind sehr zutraulich und lassen sich problemlos streicheln und hochheben. Ein paar Mal habe ich sie auch gefüttert als keiner zu Hause war. Als ich Fotos machen wollte, haben sie sich aber hinterm Vorhang versteckt.

Gekostet hat mein Aufenthalt hier 244€ für die Zeit vom 9.8.17-16.8.17.
Am Anfang nächsten Monats werde ich eine Kostenaufstellung veröffentlichen. Dann seht ihr mal was so eine Reise kostet😅

Jetzt grade bin ich auf einer Fähre von Tokyo nach Kitakyushu.
Ich bekomme keine Wlan-Verbindung, also werde ich diesen Beitrag erst hochladen können, wenn ich in Kitakyushu angekommen bin. Solange kann ich mich gedulden, also könnt ihr das auch!

 

 

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S1600008Die oberen Bilder zeigen die Nachbarschaft.

 

S1600001Der Blick von meinem Balkon.

 

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Und zum Schluss das übliche Angebot eines japanischen Supermarktes.