Besuch im Winkekatzentempel

Vor ein paar Tagen war ich etwas erschöpft und bin einen ganzen Tag lang in meiner Unterkunft gewesen. Das muss halt auch mal sein!

Am nächsten Tag war ich immer noch k.o. und wollte daher nichts anstrengendes machen.
Da ich aber nicht schon wieder nur rumliegen wollte, suchte ich mir einen nahegelegenen Tempel raus. Der Name des Tempels lautet Gotokuji. In ihm dreht sich alles um die sogenannten Manekinekos. Das bedeutet Winkekatze, und diese Katzen, besser gesagt Katzenfigürchen, sehen aus wie winkende Katzen. Soweit ich weiss sollen sie Händlern Glück bringen. In Düsseldorf findet man sie häufig als Souvenir =)

Der Besuch dort hat nicht lange gedauert. Ausserdem konnte ich dort hinlaufen. Das ist eine ganz angenehme Erfahrung bei der ganzen Rumkurverei in Tokyo!

Es waren nur wenige Leute dort. Vielleicht lag das am Obon-Fest, denn viele Japaner nutzen diese Feiertage um wegzufahren. Eine der wenigen Personen dort war ein älterer Herr, der mich und eine weitere Ausländerin etwas rumgeführt hat. Er hat uns kleine Figuren gezeigt, die an einem der zum Tempel gehörenden Gebäude befestigt sind. Sie dienen dort als Dekoration und haben keine weitere Funktion. Jedenfalls hat er nichts davon gesagt.
Er hat mir gezeigt wo die Figuren ungefähr sitzen, dann habe ich mit der Kamera reingezoomt und ein Foto geschossen.

Ist es nicht schön, dass es so nette Leute auf der Welt gibt? Wir hätten vermutlich nichts weltbewegendes verpasst wenn er das nicht getan hätte, aber es ist einfach eine tolle Geste, unaufgefordert so nett zu anderen Menschen zu sein 🙂

An dem Abend war ich kurz vor 7 zu Hause, denn dann kam Besuch der gekocht hat. Beziehungsweise, der Besuch stand schon am Herd als ich ankam, und kurz darauf gab es dann Essen. Anschliessend haben wir dann einige Wunderkerzen abgebrannt.
So schöne Abende möchte ich noch häufiger erleben!

 

 

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Besuch im Shinjuku-Regierungsgebäude

Ich habe endlich (m)eine Adresse auf der Ausländerkarte stehen 😀

Es ging diesmal ohne Probleme. Bei einer Privatadresse sollte das auch der Fall sein!
Im Ward Office hat man für die Adressen ein großes Buch, in dem die Anschrift kontrolliert wird. Beim letzten Mal hat man da reingeschaut und festgestellt, dass man dort nicht wohnen kann. Diesmal hiess es “Wohnen Sie dort? Da wohnt eine Frau sowieso.“ Als ich gesagt habe sie sei eine Freundin hat man gar nicht mehr nachgefragt 😉

An alle die das auch noch durchmachen müssen: Wenn ihr eine Krankenversicherung habt, bringt am besten eine englische Police mit. Sie fragen euch nämlich ob ihr eine eigene habt oder in die japanische reinwollt. Ich weiss nicht wie das ist, wenn man keine vorweisen kann, aber auch nicht die japanische wollt.
Man muss aber schon bei der Beantragung des Workung-Holiday-Visums eine vorzeigen. Für mich war das also kein Thema.

Jetzt zum eigentlichen Beitrag:
Neulich war ich im Shinjuku-Regierungsgebäude.
Der Grund: die kostenlose Aussicht, welche man dort geniessen kann. Dafür muss man lediglich eine dreisekündige Taschenkontrolle über sich ergehen lassen. Also nix schlimmes.
Zur Aussicht muss ich wohl nicht viel sagen, oder?

Im Gebäude selbst gibt es eine Touristeninformation, die erstaunlich wenige Flyer auf englisch anbietet. Dafür hatten sie dort diese liebevoll gestaltete Tafeln welche sich jeiweils aus eine Region Japans bezogen. Ich habe nicht alle fotografiert, also kann ich euch nur die folgenden zeigen:

 

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Mein Heimatbundesland ist ja NRW.
Was man da wohl auf eine Tafel packen würde?
Sicher etwas Kohle, große Häuser und bunt kostümierte Menschen. Dazu vielleicht etwas Getreide für das Münsterland. Und dann noch den Kölner Dom.
Ich weiss nicht wie ihr das seht, aber ich kreisch da nicht vor Entzücken los…

Also.
Das Problem mit der Adresse versuche ich folgerndermassen zu lösen: ich hab einen host auf Airbnb drun gebeten seine (besser gesagt ihre) Adresse benutzen zu dürfen. Von 2 angeschriebenen Hosts hat eine abgelehnt und die andere war einverstanden. Dort habe ich dann gebucht 🙂
Alternativ habe ich auch woofing hosts angeschrieben, aber wer zuerst kommt mahlt zuerst… oder nimmt halt den Gast auf. Mein Airbnb-Host ist eine ältere Dame die gut Englisch kannund scheinbar viel Zeit hat, denn sie hat immer unglaublich schnell geantwortet. Da ich leider nur noch bis morgen im Hostel bin, bin ich schon ab morgen Abend bei ihr. Ich lasse mich um 18:00 Uhr in einer Bahnhofsbuchhandlung abholen. Vorher gehe ich aber zum Ward Office versuch meine adresse einzutragen. Wär doch gelacht wenn das mit einer Privatadresse nicht klappen würde! Immerhin habe ich extra nach Privatzimmern gesucht. Es scheinenbei Airbnb auch Hostels drinzustehen. Warum auch immer.

Funfact: ich wollte mir auf Airbnb nur Privatzimmer anzeigen lassen. Daraufhin bekam ich die Meldung: “Aktualisiere bitte deine App“. Ich habe deren App nichtmal runtergeladen?!

Jedenfalls bin ich dann vom 9.8.-16.8. bei ihr. Dann kann ich hoffentlich so reisen wie ich mir das vorstelle ☺

Und was habe ich sonst so getrieben? Ich habe mir den Ueno-Park angesehen und bin dann ins Wissenschaftsmuseum gegangen. Beides war sehr schön, auch wenn man Museum etwas sparsam mit der englischen Sprache ist😉 Es gibt dort für Kinder und jung gebliebene Erwachsene sehr viel auszuprobieren. Das Highlight ist wohl ein Kletterpark mit eingebauten Tieren und Dinos. Oder waren es nur das eine oder das andere? Egal! In dem Moment habe ich es bereut erwachsen zu sein. Aber schaut selbst:

 

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Wie gesagt, mit Englisch haben die es nicht so.

 

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Das ist wohl die Vorlage für das Pokemon Giflor?

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Das ist besagter tier-Kletterpark.

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Das letzte Foto zeigt eine etwas merkwürdige Station. Seht ihr wie die Kinder das Fossil anfassen? Nur wenn man es dolle genug streichelt erscheint oben das Tier. Wenn niemand das Fossil anfasst, ist es unsichtbar. Ich wüsste gern, wie man auf sowas kommt XD

 


 

Ueno Park und Museumsbesuch

Probleme mit dem Pass, Suginami Animation Museum und mehr

Zuallerst, das Problem mit dem Status im Pass liess sich leicht lösen. Einfach zum Immigration Office gehen, sagen was Sache ist und fertig. Kein formular ausfüllen, keine Fragen beantworten, kein gar nix. Dort hat man mir auch die Ausländerkarte gegeben.
Jetzt habe ich aber wieder ein Problem: man muss seine Adresse auf dieser Karte eintragen lassen. Soweit so gut. Dazu geht man zum Bezirksamt, zeigt die Karte vor und die Leute tragen sie dort ein. Leider hat man dort meine Adresse,also die des Hostels, nicht akzeptiert. Soweit ich es verstanden habe ist diese Adresse als business eingetragen. Jetzt muss ich was suchen was ich mir als Adresse erlaubt ist 😦

ich weis nicht ob das Problem die Art der Unterkunft ist: Es ist ein Hostel und keine normale gemietete Wohnung oder so. Ich weiss auch nicht ob es eine Art mindestaufenthaltsdauer gibt. Ich habe den leuten gesagt das es ein hostel ist und dass ich dort eine Woche bin. Dann gab es viel blabla und getuschel (der Angestellte hat eine kollegin dazugeholt) und irgendwann hiess es es geht nicht. Wuesste man ob es am Hostelsein etc. gibt, hätte man es vielleicht eher gesagt…
Ich dachte daran jetzt nach Gastfamilien zu suchen. Allerdings stehen Feiertage vor der Tür. Mal schauen ob das klappt. Evtl kann ich mich auch bei einer woofing Familie eintragen lassen. Dann möchte ich gerne nach Kyushu reisen. Dazu wollte ich unbedingt die Fähre nehmen damit ich mal längere Zeit auf einem Schiff bin. Die fahrt dauert von tokyo aus 34 Stunden. Hoffentlich wird das nicht zu langweilig XD

Ansonsten war ich bis jetzt im Suginami Animation Museum, auf einem Festival und habe mir ein Feuerwerk angesehen. Alles an einem Tag XD Heute lass ichs ruhiger angehen 😉

Im Museum gibt es zur Zeit eine Ausstellung zum Anime My Hero Academia. Die Serie wird wohl nicht nur in Deutschland gehypt stelle ich fest.

Das Museum ist kostenlos und nicht allzusehr auf ausländische Besucher eingestellt, hat aber trotzdem viel Spaß gemacht.

 

 

 

Das Festival war ganz in der Nähe sodass ich nicht viel fahren musste.

Es hat in einer einkauspassage stattgefunden. Das Gedränge war ziemlich dicht, man musste schon schauen wie man durchkommt. Hier mal ein paar fotos:

 

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Und zum Schluss das Feuerwerk. Merke: japanische feuerwerke sind so schön wie alle sagen ☺ Fotos vom Feuerwerk selbst habe ich allerdings kaum. Meine Kamera ist dafür nicht ausgelegt. Im Internet findet man sicher einiges dazu. Bestimmt gibt es auf YouTube einige videos zu sehen. Es war in Ichikawa falls das jemand wissen möchte.

 

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Heute gehe ich noch in einen nahegelegenen Garten. Sonst mache ich nichts mehr. Der Tag gestern war zu anstrengend 😉

Die Ankunft in Tokyo

Eigentlich hatte ich diesen Beitrag schon in Evernote fertiggestellt. Aber ich weiss nicht wie ich ihn hier einfügen kann. Im netz ist die erklärung nicht zu finden also tippe ich ihn erneut…

 

Hallo ihr lieben,

Zuallerest: ich bin gut in Japan angekommen.

Der Flug in Düsseldorf ging um 10:45 los, es hiess also früh aufstehen. Der Flug nach Moskau verlief reibungslos wenn auch ohne bordprogramm. Aber ich hatte ja etwas zu lesen dabei. Der Aufenthalt in Moskau war sehr angenehm. Der Flughafen ist sehr sauber und übersichtlich auch die transitprozedur war schnell vorbei. Der Schokoladenkuchen war göttlich!  Ich kann Aeroflot weiterempfehlen☺ In Narita angekommen hiess es dann die einreiseprozedur hintersich zu bringen. Das hat auch geklappt. DACHTE ich. Ich habe ein working holiday Visum im Pass. Das hat man dort wohl übersehen. Jetzt habe ich ein 90Tage touri-visum im Reisepass drinstehen. Das ist mir erst in der unterkunft aufgefallen… vor dem wh-visum hat man warumauchimmer eine seite freigelassen. Trotzdem, man muss ja im Flugzeug unterlagen ausfüllen und angeben wie lange man bleibt. Ich habe ein Jahr geschrieben. Und ich bin gefragt worden wie lange ich bleiben will. Und dann habe ich auch gesagt ein Jahr… fällt denn niemandem auf dass das nicht geht?!

 

Kommen wir zur unterkunft. Die ist sehr schön =D und seh@r ruhig. Mir gefällts hier! Für alle die denden Namen wissen wollen: Khaosan World Ryogoku Hostel.

 

Das wars. Ich berichte später wieder wenn ich vom office zurück bin.

Ich hätte gern bilder hochgeldan aber die sind wohl noch auf der speicherkarte. Ich konnte sie nicht einfach so aufs tablet ziehen. Mit so nem ding ist halt alles komplizierter …

Was ich in Tokyo so tun könnte

Meine erste Woche in Japan verbringe ich in Tokyo, denn der Flug geht nach Narita, und da ist diese Megacity nunmal die erste Wahl. Da ich aber 2015 schon da war fallen einige Sachen weg die ich bereits kenne und nicht wiederholen möchte/brauche. Shopping fällt eh weg, ich muss ja alles schleppen. Teuer ist es auch! Was also machen? Zur Auswahl stehen:

  • Blick vom Government Building in Shinjuku
  • Besuche von Themencafes wie dem Katzencafe in Ikebukuro, in dem ich schon war
  • Schlendern durch Parks
  • Ausflug nach Yokohama
  • Mir Feuerwerke ansehen
  • Den Nokogiriyama oder andere Berge wie den Takao besteigen-
  • In Museen gehen
  • Onsen besuchen… bei der Sommerhitze vielleicht keine gute Idee

Auf jeden Fall muss ich mich irgendwie irgendwo registrieren und da ich campen will, die nötige Ausrüstung dafür kaufen. Vielleicht schaue ich mich mal nach Flohmärkten um. Es gibt ja auch einige in Tokyo! Naja, und um Geld zu sparen will ich im Hostel kochen. Dafür muss ich erstmal einen Supermarkt finden, die machen sich in der Stadt rar. Aber wofür gibts Google? 🙂

Liebe Leser, liebe Leserinnen…

… danke dass ihr euch hierher verirrt habt 🙂

Dies ist mein erster Blog, den ich anlässlich meines Work-and-Travel Jahres in Japan eröffnet habe. Los gehts am 1.8.2017, es ist also noch etwas über einen Monat hin.  Die Zeit verbringe ich zuhause in Deutschland mit der PS4 und meinem Freund – wir werden uns eine ganze Weile nicht sehen, die Zeit jetzt will also ausgenutzt werden. Da mein AG mich für die letzten Wochen freigestellt hat (nicht falsch verstehen, ich habe gekündigt) und ich ja eh schon Urlaub eingereicht hatte, klappt das auch ganz gut 😉

Für die erste Woche in Tokyo ist schon ein Hostel gebucht. Angedacht ist danach eine Fähre nach Kyushu zu buchen und den Süden zu bereisen. Das wird meine erste längere Schiffsfahrt sein wenn alles klappt. Ich weiss nur noch nicht, wie sinnvoll es ist die Fahrt im Voraus zu buchen… Mal schauen.

Alternativpläne beinhalten:

  • Nach Sendai zu reisen und mir das Tanabata-Matsuri anzusehen
  • Anschliessend in Tohoku zu bleiben um der Sommerhitze zu entkommen
  • Mir in Tottori das Dorf Iwami anzusehen, denn das habe ich letztes Jahr leider nicht geschafft
  • Mit dem Zug langsam die Küste abzuklappern… in welche Richtung auch immer

 

Um Geld zu sparen möchte ich zwischendurch Woofing machen. Falls ihr das nicht kennt, Woofing bedeutet Farmarbeit gegen Unterkunft und Essen, aber ohne Bezahlung. Da beides in Japan recht teuer ist, lohnt sich das!